Afrikabrot

Stutensee-Blankenloch (ml).

„Brot für die Welt“ – dunkles, würziges Brot für den Schwarzen
Kontinent:  

Markus Seeger, Bäcker in Blankenloch, backt ein „Afrikabrot“ und spendet von jedem Laib 30 Cent für die Hungernden in Ostafrika.  

Anlässlich der Hungerkrise am Horn von Afrika 2011 kam der junge Bäckermeister auf die Idee, mit seinem Brot im übertragenen Sinne den Hunger zu stillen. Er backte 300 Brote, verkaufte diese auf dem Blankenlocher Weihnachtsmarkt und spendete den gesamten Erlös an „Brot für die Welt“.  

Aber: er beließ es nicht bei dieser einmaligen Aktion. Markus Seeger backte weiter. Oberbürgermeister Klaus Demal zitierte Charles Dickens mit den Worten: „Ich werde Weihnachten in meinem Herzen ehren und versuchen, es das ganze Jahr hindurch aufzuheben.“ Genau das tat Seeger.  

Das dunkle kräftige Saatenbrot aus hochwertigen und naturbelassenen Rohstoffen, gebacken mit Weizen- und Roggenmehl, Leinsamen, Sojamehl, Kürbiskernen, Haferflocken, Weizenkleie und Roggenmalz fand Liebhaber. Ein Jahr lang wanderten von jedem verkauften „Afrikabrot“ 30 Cent in ein Spendenkässchen und am Ende des Jahres waren 1.000 Euro zusammengekommen. Auf dem Weihnachtsmarkt 2012 hat Seeger dem evangelischen Pfarrer Jörg Seiter einen entsprechenden Scheck überreicht.  

Dieses tolle Engagement spiegle deutlich den Sinn des Weihnachtsfestes wieder, sagte Demal. „Ich wollte einfach etwas Gutes tun“, sagte Seeger bescheiden und der Oberbürgermeister und der Pfarrer dankten ihm sehr herzlich und nannten seine Tat und seine Ausdauer beispielhaft. Seeger versprach, er werde die Aktion weiterführen.  

Gerade diese Nachhaltigkeit sei das Besondere daran, erklärte der Pfarrer. Auch er pflegt ein Beispiel von Nachhaltigkeit, denn er sammelt in regelmäßigen Abständen eine Kirchenkollekte für die Organisation „Burundikids“.  

„Burundikids“ ist ein eingetragener Verein, der auch in Karlsruhe eine Arbeitsgruppe hat. Er sammelt Spenden und finanziert beispielsweise in  Zentralafrika ein Waisenhaus und eine Schule. Kontakt hat Pfarrer Seiter mit dem jungen Journalisten Philipp Ziser aus Eggenstein, der in Burundi arbeitet.  

Vor einiger Zeit war Ziser nach Blankenloch gekommen und hatte den Konfirmanden aus Burundi berichtet. So war der Vorschlag entstanden, dieses Langzeitprojekt regelmäßig zu unterstützen. Über die Diakonie, die mit Partnern vor Ort zusammenarbeitet, gelangt das Geld auf direktem und transparentem Weg an seinen
Bestimmungsort. Die seit Mai 2012 gesammelte Kollekte, die Seiter
„burundikids“ überreichen kann, beträgt 1.031 €.